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KI-Marketing-Automatisierung für B2B-Industrie: Wie Unternehmen mit Make.com und KI-Tools repetitive Aufgaben eliminieren und Vertrieb beschleunigen

Ein Vertriebsmitarbeiter eines mittelständischen Maschinenbauers verbringt täglich zwei Stunden damit, eingehende Anfragen zu klassifizieren, erste Informationsmaterialien zusammenzustellen und Follow-up-E-Mails zu schreiben. Zwölf Mitarbeiter im Vertrieb – das sind 24 Stunden täglich für Aufgaben, die kein echtes Fachurteil erfordern.

KI-Marketing-Automatisierung löst genau dieses Problem: Nicht durch den Ersatz von Vertriebsmitarbeitern, sondern durch die Übernahme der repetitiven Vorarbeiten, damit Vertriebsprofis mehr Zeit für echte Kundenbeziehungen haben. Make.com ist dabei das meistgenutzte Automatisierungsframework – flexibel, integrierbar mit hunderten von Tools und ohne Programmierkenntnisse bedienbar.

Dieser Leitfaden erklärt, welche Marketing- und Vertriebsprozesse für KI-Automatisierung geeignet sind, wie Make.com funktioniert und welche konkreten Automatisierungen für B2B-Industrieunternehmen den größten Hebel entfalten.

Was KI-Automatisierung für B2B-Industrie bedeutet

KI-Automatisierung ist nicht gleichbedeutend mit KI-Strategie oder KI-Beratung – obwohl sie davon abhängt. Automatisierung ist die operative Ebene: konkrete Workflows, die Aufgaben selbstständig ausführen, auslösen oder vorbereiten.

Im B2B-Marketing-Kontext bedeutet das:

  • Automatisch klassifizieren: Eingehende Anfragen nach Branche, Produktinteresse und Kaufwahrscheinlichkeit sortieren – ohne manuelles Lesen jeder E-Mail.
  • Automatisch qualifizieren: Leads anhand vordefinierter Kriterien bewerten und priorisieren – der Vertrieb bekommt nur die vielversprechendsten Anfragen zuerst.
  • Automatisch informieren: Auf Basis der Anfrage automatisch das passende Informationspaket zusammenstellen und versenden.
  • Automatisch nachfassen: Follow-up-Sequenzen auslösen, wenn ein Lead nicht reagiert – zeitgesteuert und personalisiert.
  • Automatisch berichten: Marketing- und Vertriebsdaten aus verschiedenen Quellen zusammenführen und als Bericht aufbereiten.

Make.com (früher Integromat) ist eine No-Code-Automatisierungsplattform, die verschiedene Software-Tools miteinander verbindet und Aktionen automatisch ausführt, wenn definierte Ereignisse eintreten. Der Vorteil gegenüber reinen Entwicklerlösungen: Workflows können visuell aufgebaut werden, ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen.

Fünf konkrete Automatisierungen für B2B-Industriemarketing

Automatisierung 1: Intelligente Lead-Qualifizierung

Ablauf: Kontaktformular-Einsendung → Make.com liest die Anfrage → sendet sie an ChatGPT mit dem Prompt ‚Klassifiziere diese Anfrage nach Branche, geschätztem Auftragsvolumen und Dringlichkeit‘ → ChatGPT antwortet mit strukturierten Daten → Make.com trägt alles ins CRM ein und benachrichtigt den zuständigen Vertriebsmitarbeiter mit einer Zusammenfassung.

Zeitersparnis: Bis zu 20 Minuten pro eingehender Anfrage. Bei 20 Anfragen täglich: 400 Minuten = fast 7 Stunden täglich.

Automatisierung 2: Personalisiertes Informationspaket

Ablauf: Wenn ein Lead im CRM als ‚Maschinenbau, Mittelstand, hohes Potenzial‘ klassifiziert wird → Make.com erstellt automatisch eine personalisierte E-Mail mit den relevanten Referenzen aus dieser Branche, einem Link zur passenden Case Study und einem Terminbuchungs-Link → E-Mail geht automatisch raus, während der Vertriebsmitarbeiter noch beim Kunden sitzt.

Automatisierung 3: Content-Veröffentlichungs-Pipeline

Ablauf: Neuer Blog-Artikel wird in WordPress veröffentlicht → Make.com erstellt automatisch eine LinkedIn-Post-Vorlage mit dem Kern-Statement des Artikels → schickt sie zur Freigabe an Janine → nach Klick auf ‚Genehmigen‘ postet Make.com direkt auf LinkedIn → speichert den Post im Content-Archiv.

Zeitersparnis: 30 Minuten pro Artikel für manuelles Social-Media-Management. Bei zwei Artikeln pro Woche: 1 Stunde/Woche.

Automatisierung 4: Wettbewerber-Monitoring

Ablauf: Make.com überwacht täglich ausgewählte Wettbewerber-Websites und Google-Alerts → wenn neue Inhalte erscheinen, erstellt ChatGPT eine kurze Zusammenfassung → wöchentliche E-Mail an das Marketing-Team mit einer Übersicht der wichtigsten Wettbewerber-Aktivitäten.

Automatisierung 5: Automatisches Reporting-Dashboard

Ablauf: Einmal wöchentlich (z. B. jeden Montag 07:00 Uhr) → Make.com holt Daten aus GA4, LinkedIn Analytics und dem CRM → lässt ChatGPT eine kurze Analyse erstellen → sendet den Bericht als übersichtliche E-Mail an Geschäftsführung und Marketing-Team.

Was artmis.io bei der KI-Automatisierung leistet

Die Werbeagentur dmp setzt Make.com und KI-Automatisierungen über artmis.io für eigene Prozesse und für Kundenprojekte ein. Was artmis.io dabei macht:

  • Strategie: Welche Prozesse eignen sich für Automatisierung? Was hat den größten Hebel? Das wird im KI-Strategie-Audit identifiziert.
  • Aufbau: Make.com-Workflows werden aufgesetzt, mit bestehenden Tools verbunden und getestet.
  • KI-Integration: ChatGPT, Claude oder andere KI-Modelle werden als ‚Denkkomponente‘ in Workflows integriert.
  • Schulung: Das interne Team lernt, bestehende Workflows anzupassen und neue aufzubauen.

FAQ – Häufige Fragen zur KI-Automatisierung für B2B-Industrie

Nein. Make.com ist visuell aufgebaut: Workflows werden als Flowcharts zusammengeklickt. Für einfache bis mittlere Automatisierungen braucht kein Mitarbeiter Programmierwissen. Für sehr komplexe Logiken oder individuelle API-Integrationen ist technisches Verständnis hilfreich – das liegt dann im Aufgabenbereich von artmis.io.

Make.com hat ein gestaffeltes Preismodell: Ein kostenloser Einstieg ist möglich (1.000 Operationen pro Monat). Für professionellen Einsatz empfehlen wir den Core-Plan (9 Euro/Monat) oder Pro-Plan (16 Euro/Monat). Für intensivere Nutzung gibt es Team- und Enterprise-Pläne. Die Kosten sind minimal im Verhältnis zur Zeitersparnis – selbst der teuerste reguläre Plan amortisiert sich bei typischem B2B-Einsatz in wenigen Tagen.

Ja, wenn die rechtlichen Grundlagen stimmen. Die Automatisierung selbst ist DSGVO-neutral – sie verarbeitet Daten, die ohnehin erhoben werden (Kontaktformular-Daten, CRM-Einträge). Was immer zu beachten ist: korrekte Einwilligung für Marketing-Kommunikation, korrekte Datenschutzerklärung, und kein Versand an Kontakte ohne valide Rechtsgrundlage. Die Werbeagentur dmp empfiehlt, die Automatisierungen gemeinsam mit dem eigenen Datenschutzbeauftragten zu reviewen.